sich besser kennen lernen…

2. September 2010 Von: Ursula Kategorie: Leben

Kennt ihr solche Uebungen, wo wir abends den Tag Revue passieren lassen und uns Fragen dazu stellen? Wir werden dadurch aufmerksamer gegenĂĽber uns selber und dadurch automatisch auch gegenĂĽber unseren Mitmenschen. Wir lernen uns selber besser kennen und spĂĽren unser Leben plötzlich deutlich – es wird griffiger und damit intensiver. Gerade fĂĽr eine Witwe ist es wichtig, zu wissen wer sie ist. Bis anhin war sie Teil einer Ehe. In unserer Kultur geht zwar die Frau nicht mehr ein paar Schritte hinter dem Mann her, doch gesellschaftlich gesehen, ist sie stets die Begleitperson und nicht die Hauptperson. Nach dem Tod des Partners verliert sie dann auch noch diese Stellung.
Also muss gerade eine Witwe oder eine geschiedene Frau sehr viel tun, um ihren Selbstwert neu zu erkennen und zu definieren. Und aus diesem Grund ist das allabendliche Ritual so wichtig geworden. Wir stellen uns folgende Fragen:

Was habe ich heute sehr gut gelöst?
Was hat mir Freude bereitet?
Ueber was habe ich gelächelt?
Was habe ich heute besonders genossen?
Wer hat heute etwas fĂĽr mich getan?

Ja, ja die letzte Frage hat es in sich. Es geht hier um Geben und Nehmen. Wir sollen anderen Wesen die Möglichkeit des Gebens anbieten, damit die Energien frei fliessen können. Es darf nie nur einseitig sein, sonst werden wir unzufrieden.
Am Anfang will eine Witwe trauern und in Ruhe gelassen werden. Sie muss sich erst zurechtfinden im ‘neuen’ Leben. Doch Hilfe wird sie ganz bestimmt mal brauchen, also können wir ab und zu die Frage stellen:”Sag mal, kann ich etwas Gutes fĂĽr dich tun?” Diese Fragestellung gefällt mir persönlich sehr, weil ich darin MitgefĂĽhl spĂĽren kann. Hingegen:”Hättest du doch etwas gesagt, dann…” klang fĂĽr mich immer wie ein kleiner Vorwurf.

Mitfühlende Fragen öffnen jedes Herz!

Wenn ich mich fĂĽr mich selber öffnen will – mich kennenlernen – muss ich mir selber gute Fragen stellen. Und was bei mir funktioniert, funktioniert auch bei anderen.
Ich wĂĽnsche euch allen viel Spass beim Fragen kreieren
Ursula

FĂĽr das Bild bedanken wir uns bei Gabi Schoenemann/pixelio.de
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Aus der Angst hinaus gehen…

26. August 2010 Von: Lina Kategorie: Angst, Spiritualitaet

Heute will uns der Guru erzählen, was wir für Möglichkeiten haben, um aus der panischen Angst herauszugehen.

 ”Das Wichtigste ĂĽberhaupt in unserem Leben ist die Atmung! Kontrolliert ständig, ob ihr tief in den Bauch hinunter atmet. Vergesst nie, der Atem ist der Lebensstrom!” sagt die Yoga-Lehrerin immer und immer wieder. Ja ich weiss, eigentlich hat Angst keine Chance, wenn ich richtig im Fluss bin. Mit der richtigen Atmung versorge ich jede Zelle mit Liebe. Ich vergesse das tatsächlich immer wieder und merke erst wie flach ich atme, wenn ich es gezielt fĂĽr mich anschaue zur Kontrolle! Hier muss Lina noch viel ĂĽben!

Und der Guru sagt:
” Angst ist die Abwesenheit von Liebe! Na schön denkst du ärgerlich und was soll ich damit?
Wenn wir davon ausgehen, dass die Höchste Energie, die es ĂĽberhaupt gibt, die bedingungslose Liebe ist, dann muss die Angst in dem Fall das pure Gegenteil – der Gegenpol dazu – sein! Einverstanden?
Jetzt stellen wir uns die Frage: Was ist Liebe für mich? Respektive was ist die Höchste Energie für mich?
Du alleine entscheidest wie diese Energie in deinem Leben heissen darf!
Wir sprechen in unseren Texten von Gott, damit alle wissen, worĂĽber wir sprechen. Dieser Gott ist so unabhängig – das heisst frei – wie du und ich! Oder andersrum wir sind so frei wie Gott, denn wir sind sein Ebenbild! Gott ist weder männlich noch weiblich – es ist die Vollkommenheit! Unsere Worte können dies nicht richtig ausdrĂĽcken oder aber, wir haben die richtige Fachsprache dafĂĽr nicht mehr präsent.
Aber zurück zum Thema Angst! Weil wir unser Ur-Vertrauen verloren haben, kennen wir die Quelle nicht mehr aus der uns Gutes zufliesst. Wir müssen sie erst wieder für uns aufdecken und zum Sprudeln bringen. Der Schlüssel zum Tor der Quelle ist die Kreativität! Schreiben, malen, singen, handwerklich tätig sein oder sticken, stricken, häkeln, etc.
Weil wir mit unseren Sinnen GefĂĽhle einfangen, brauchen wir unsere Hände dazu und wo unsere Hände sind, ist auch unser Herz/unsere Seele mit dabei… Das heisst also, dass wir gar nicht viel mehr tun mĂĽssen, als unsere Gedanken in eine manuelle Tätigkeit umzuleiten und es dort fliessen zu lassen.
Hast du dich schon mal gefragt, warum es so viele KĂĽnstler gibt, obwohl wir alle wissen, dass Kunst als ‘Brot-los’ bezeichnet wird? Es ist die Kreativität! Es fliesst und der KĂĽnstler ist mit Leib und Seele dabei, jede Zelle ist erfĂĽllt mit Liebe!
Kreativität verbindet uns mit der Quelle – mit der Ur-Kraft - aus der das Ur-Vertrauen wieder erwachsen kann.
Wir haben das Gottesvertrauen verloren, denn wer kann Vertrauen haben zu einem zornigen, strafenden, rachsüchtigen Wesen? Das erzeugt Angst und die wurde uns jahrelang eingegeben. Wer glauben kann: Gott ist die bedingungslose Liebe, der betrachtet Angst als eine Illusion! Oder kannst du die Angst ganz konkret beschreiben? Kannst du sie materialisieren? Wenn ja, dann male sie und lasse sie los!
Ich fĂĽr mich empfinde: die Angst zeichnet sich ab auf irgendeiner Materie! Ohne diese Materie gibt es keine Angst. Also versuche ich, der Angst keine Landefläche mehr zu bieten, damit sie sich bei mir nicht mehr niederlassen kann! Das ist ein Prozess und der dauert wohl ein oder mehrere Leben lang.”

“Etwas tun mit den Händen … das trifft es! Wenn’s mir schlecht geht und die Angst mich umgibt, bĂĽgle ich Wäsche. DafĂĽr habe ich mich schon öfters selbst belächelt ;-) danke mein weiser Guru!”

Liebt euer Leben
Lina

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FĂĽr das Bild bedanken wir uns bei sokeiko/pixelio.de

Pure Angst

19. August 2010 Von: Lina Kategorie: Spiritualitaet

 

Manchmal ĂĽberkommt mich die Angst einfach so – ohne ersichtlichen Grund. Mir wird heiss, ich habe unglaubliches Herzklopfen und in meinem Unterleib braut sich etwas zusammen, das sich wie Schmerz anfĂĽhlt. Meine Atmung ist schnell und flach, die Luft erreicht kaum meine Lungen. Diese GefĂĽhle – nein  – diese Zustände lähmen mich. Ich kann nicht mehr vernĂĽnftig denken, denn im ganzen Körper hämmert es, meine Ohren pfeifen und ich fĂĽhle mich, als wäre ich in einer total anderen Welt – eine die um mich herum still steht. Das einzige was ĂĽberall pulsiert, ist diese grenzenlose Angst – ein schwebendes Messer, das sticht und reinhaut wo es nur kann - und ich bin ganz alleine mit dieser Angst … ich bin ihr ausgeliefert … Macht-los! Ich fĂĽhle mich vollkommen nackt und ungeborgen …
Jedes Mal wenn die Angst ihre blöde Fratze zeigte, nahm ich noch einen grösseren Schluck aus meinem Glas. Am nächsten Tag kam regelmässig das heulende Elend. Zu allem anderen gesellte sich noch der Kater dazu. Mir tat alles weh und mir war schlecht und ich wollte nur noch sterben!
Sie kommt immer wieder diese elende verdammte Angst, die mich total fertig macht! Vor was ich Angst habe? Ich weiss es nicht! Vor allem und jedem – die ganze Welt macht mir Angst!
Och diese blöde Fratze ich kann sie nicht ausstehen! Jedes mal wenn sie sich zeigte, warf ich ein paar Tabletten mehr in mich hinein! Und am Tag darauf ging es mir so schlecht, dass ich nur noch sterben wollte!

“Geh doch weg du satanischer Fluch!” schrie ich ausser mir beim nächsten Mal! Nach diesem Verzweiflungsschrei ist etwas in mir und mit mir passiert! Ich wurde auf der Stelle ganz ruhig und atmete tief ein und aus und fĂĽhlte mich frei. Glasklar erkannte ich: Angst ist der Teufel!

Angst ist die Abwesenheit von Licht und Liebe!

Mein Guru sagt:”Wenn du die Angst richtig erfassen kannst, fĂĽhlst woher sie kommt, wie sie sich aufbaut und wie sie wirkt – genau dann hast du den Punkt erreicht, wo du an ihr arbeiten kannst. Wir mĂĽssen zuerst intensiv erfahren, bevor wir uns selber mit unserem Wissen heilen können! Wie das aussehen kann, besprechen wir in der nächsten Sitzung. FĂĽr’s erste schreibe auf, wie die Angst fĂĽr dich aussieht, beschreibe sie oder male sie. Wenn du ein Bild vor dir hast, kannst du besser loslassen.”

Also lasst uns alle aufschreiben, was wir ĂĽber die Angst wissen!
Liebt euer Leben!
Lina

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Wie gehe ich mit Trauer um?

5. August 2010 Von: Ursula Kategorie: Trauer

 

Die Antwort ist ganz einfach, sie lautet, indem du fühlst, was du fühlst und dich mitteilst.
Auch wenn wir die trauernde Person nicht näher kennen, wenn du den Impuls verspĂĽrst sie in die Arme zu schliessen, dann tue das! Als Trauernder fĂĽhlt sich eine Umarmung sehr wohltuend an. Wenn du den Drang verspĂĽrst mitzuweinen, dann weine mit – es ist das MitgefĂĽhl von Herz zu Herz.

Was uns so hilflos macht sind unsere Blockaden! ‘Man weint doch nicht in der Oeffentlichkeit. Wer GefĂĽhle zeigt, ist ein Schwächling.’

Auch ich habe das lernen mĂĽssen. Ich sass in der Kirche und vorne stand der Sarg in dem ein Mensch lag, der fĂĽr mich ein väterlicher Freund war und heute mein Guter Geistvater ist. Ich war stark, denn ich schluckte tapfer, wenn das Wasser die Augen erreichte… plötzlich sah ich sein Gesicht, das mich fragend ansah… und ich fragte mich: “Warum tust du das? Warum unterdrĂĽckst du die Tränen? Es tut dir weh im Herzen – also befreie dich!” Und nun flossen Sturzbäche, die Schleusen waren geöffnet und ich war völlig Macht-los. Ich weinte fĂĽr alles was mir je weh getan hat und fĂĽr alles was mir jetzt weh tat … mein Guter Geist hat dies alles in Fluss gebracht in mir… Verständnislose Blicke brannten auf meinem RĂĽcken; mein Mann drĂĽckte meine Hand – er fĂĽhlte mit mir.

Diesen Ausbruch habe ich erst viel später richtig deuten können, weil ich erst viel später ent-decken konnte, was damals in der Kirche wirklich geschah: meine Gefühlswelt ist damals aufgebrochen und seither LEBT MEINE SEELE MIT MIR!

Ja wer mit-fĂĽhlen kann (mit-weinen, mit-lieben, mit-lachen, sich mit-freuen, mit-glĂĽcklich sein…etc.), der lebt mit seiner Seele intensiv zusammen und fĂĽhlt das WIR.

Ich bin WIR!

Bist du traurig bin ich es auch!

Freust du dich, freue ich mich auch!

 

Wir alle mĂĽssen wieder lernen MitgefĂĽhl zu leben. Wenn ich mitfĂĽhle, lebe ich jenseits von Gut und Böse und ich urteile und beurteile nicht, sondern ich liebe. Ich liebe das Was-ist in der edelsten Form, die es gibt – im MitgefĂĽhl. MitgefĂĽhl bedeutet, dass meine Liebe alles durchströmt: jeden Gedanken, jede Handlung, jedes Wesen, das ganze Universum…

Ich gehe so mit der Trauer um, dass ich einfach liebe was ist und meine Seele sprechen lasse!
Die Botschaft von meinem väterlichen Freund lautete:

Verändere nichts, sondern fühle dich in alles hinein!

Nicht gute Ratschläge oder Tipps sind angebracht, sondern mit-weinen und mit-trauern.
Geteiltes Leid ist halbes Leid! - sagt der Volksmund; eine alte Weisheit die wir einfach vergessen haben, weil wir uns vor unseren Gefühlen fürchten. Wir haben sie zu lange unterdrückt und deshalb sind wir hilflos, wenn jemand in unserer Gegenwart weint. In uns allen lebt eine tiefe Traurigkeit und es wird Zeit, dass wir mal die Schleusen öffnen und den Tränen freien Lauf lassen!

Jede Träne verändert die Welt zum Guten!
Auf den Regen folgt die Sonne oder auf die Träne folgt ein Lächeln!
Ursula

 

 

Alles-was-ist

29. Juli 2010 Von: Lina Kategorie: Spiritualitaet

Ich bin eigentlich sehr erstaunt, dass viele Menschen auf der Suche sind nach der Höchsten Energie … nennen wir es einfach Gott.
Das grosse Problem scheint nur die ‘Verpackung’ sprich Religion zu sein. Anhänger der Naturspiritualität gehen davon aus, dass alles beseelt und somit von göttlichen Energien durchdrungen ist!

“Wir sind Teil vom Ganzen oder Teil von Allem-was-ist. Das steht doch auch so in der christlichen Bibel, um nur ein Religions-Beispiel zu nennen. Eigentlich reden und denken wir gleich – oder jedenfalls ähnlich – und doch stimmt vieles nicht auf Mutter Erde. Jeder will die bessere Anleitung mittels seiner Religion in Händen haben. Ist es nicht so lieber Guru?”

“Ja liebe Lina leider gibt es um religiöse Fragen immer noch Streit und Kriege. Es ist Fanatismus und das bedeutet: wer so engstirnig denkt, lebt noch völlig in der ICH-Form. In der ICH-Form kann der Gedanke - ‘Teil vom Ganzen sein’ - nicht gelebt werden. Denn fĂĽr das Sicheinbringen in dieses Gedankengut mĂĽssen wir unser Egokleid und alles was damit zusammenhängt ausziehen und loslassen! Erst wenn wir das ICH in WIR aufgelöst haben, sind wir bereit, allen Wesen den nötigen Respekt, die Achtsamkeit und die Wertschätzung entgegenbringen zu können. Als Teil vom Ganzen muss ich lernen, wie das Ganze zu leben, zu lieben und zu fĂĽhlen! Anders kann es nicht gelingen, sich einbringen zu können!”

“Klingt logisch, aber ist alles andere als leicht zu verdauen ;-)

“Das ist auch nicht von heute auf morgen zu erlernen. Leben ist ein Prozess. Diese Transformation vom ICH zum WIR wird oft bezeichnet mit: der Weg ist das Ziel. WIR wissen, was WIR wollen und das ist ein guter erster Schritt! In welche Richtung WIR dann schlussendlich losmarschieren, ist unerheblich, denn alle Wege fĂĽhren ins Licht und in die Liebe.”
“Wenn das nur halb so einfach wäre, wie du es beschreibst!”
“Ich habe nichts von einfach gesagt, sondern ich habe die Umwege, die wir oft noch auf unserer Strecke einbauen, nicht erwähnt. Jeder entscheidet ja selber wie kurvenreich und wie hĂĽgelig seine Strecke sein wird.”
“Das ĂĽberzeugt! Danke lieber Guru.”

Liebt euer Leben und nehmt euch viel Zeit beim Planen eures Pfades!
Lina


Kreativ im Web