Loslassen…

4. März 2010 Von: Lina Kategorie: Leben, Trauer

Mein Lehrer sagte zu mir:”Lina du wirst jetzt Schritt für Schritt deine Vergangenheit bearbeiten und loslassen.”
Mein Guru hat gut reden. Mir fehlen einfach die ‘Werkzeuge’ dazu wie das so schön heisst in der spirituellen Sprache. Ich weiss, dass ich an meiner Vergangenheit arbeiten muss, denn sie quält mich tagtäglich.

hier weiter lesen →

Meditation

25. Februar 2010 Von: Lina Kategorie: Atem, Spiritualitaet

 

Ich sagte zu meinem Lehrer:”Ich kann nicht schrill gekleidet und grinsend durch die Gegend laufen. Erstens trage ich eine Verantwortung im Geschäft und zweitens passt es nicht zu meiner Person.”
“Kein Problem es gibt die Spiritualität die im stressigen Alltag Platz findet. Wir beginnen mit der Tankstelle genannt: Meditation.”

…und jetzt geht es weiter nach Art der Lina :-) :
Meditation heisst für mich also Ausrichtung zur Mitte, nachdenken über mich und meine Umwelt. Und wie tue ich das?
Also gezeigt wurde es mir so: ich setze mich auf den Boden, stüzte meine Ellenbogen auf den Knien ab und meine Handflächen sind offen nach oben, um das Licht zu empfangen. Mein Rücken bleibt schön gerade und ich atme durch die Nase ein bis hinunter in den Bauch und atme durch den Mund aus – es darf zwischen den Zähnen zischen, sagt mein Guru ;-)

hier weiter lesen →

Ruhe zulassen

18. Februar 2010 Von: Lina Kategorie: Trauer

…ich habe geschrien, getobt, gewütet, getigert, gerufen …
und alles was mir meine Seelenfreundin zu sagen hatte war:

“Setz dich hin!”
“Ach weisst du, ich habe…!”
“Sei still!”
Ich stand auf und wollte…
“Setz dich hin!”
“Ja aber ich wollte uns doch nur Tee…”
“Sei still!”

hier weiter lesen →

Hiiiilfeeeee…

11. Februar 2010 Von: Lina Kategorie: Leben, Trauer

Die Zeit verging – auch für mich – logisch was sollte sie anderes tun? Doch ich hatte nichts in mir weder auflösen, noch loslassen können. Ich war total blockiert. Manchmal hatte ich unheimlich intensives Herzklopfen und war danach jeweils völlig schlapp. Mein Herz schrie nach Hilfe!
Es waren bereits drei Monate vergangen und die Menschen, die mich umgaben, zeigten mir überdeutlich:”Lina drei Monate sind genug für Trauer.”
Sind sie das wirklich? NEIN!!

Meinem Mann geht es gut, er ist im Licht, doch Lina geht es nicht gut sie ist unter Menschen, die hilflos gegenüber ihr sind, weil sie gegenüber sich selber hilflos sind. Wer sich versteht, versteht andere.

Trauer ist ein Prozess und das lernte ich erst, als ich – wie mir schien - nach endlos langer Zeit zur Hilfe für mich hingeführt worden bin.

Ich fand eine Seele, die mit mir weint.
Ich fand eine Seele, die mit mir schweigt.
Ich fand eine Seele, die mit mir einfach ist.
Ich fand eine Seele, die mich begleitet.
Ich fand eine Seele, die mir Mut und Kraft gibt.
Ich fand eine Seele, die mir hilft,  Trauer in Kreativität umzuwandeln.
Ich fand eine Seele, bei der ich so sein darf wie ich bin.

Ich darf so sein, wie ich bin! Ja das ist das Allerwichtigste und weil es so einfach ist, wissen es wohl die Allerwenigsten und wollen immer alles korrigieren, was in ihren Augen nicht sein darf!
Ich habe eines gelernt in dieser Zeit: Wenn ein Herz nach Hilfe schreit, dann sollst du nicht hinrennen und es mit Worten überhäufen.

Setze dich zu ihm hin und sei still!

Das ist wohl die grösste Herausforderung, an der wir Menschen zu lernen haben. Alle wollen immer Tipps geben. Alle wissen immer ganz genau, was dir fehlt. Alle haben immer ein Patent-Rezept für dich. Aber dich als Wesen wahrnehmen – wirklich richtig wahrnehmen …?

Meine Seelenschwester hat mir gezeigt: LIEBE IST STILL

Seither weiss ich, was ich lernen darf:
Die Herzsprache ist die Sprache des reinen Fühlens. Es ist der vollkommene göttliche Energieaustausch, der jenseits von Worten, Berührungen, überhaupt unseren Sinnen stattfindet. Viele Menschen kennen dieses Fliessen nicht, weil sie vorher beginnen zu sprechen, weil sie dieses Sein nicht auszuhalten vermögen. Sie zerreden Liebe, bevor sie richtig zu fliessen beginnt.
Ja dafür will ich an mir arbeiten!
Ich bin dir so dankbar liebe Seelenschwester für dein Sein!

Liebt euer Leben
Lina

die Zeit des Rumtigerns…

4. Februar 2010 Von: Lina Kategorie: Leben, Trauer

 

Die Zeit nach der Beerdigung verbrachte ich zum grössten Teil fern von zu Hause. Ich habe mir eine Auszeit genommen. Ich ertrug vieles nicht wie: 
Meine Schwiegermutter kam herbeigeeilt und sagte: “Das kannst du doch nicht tun! Du kannst jetzt nicht einfach wegfahren! Was sollen denn die Leute von uns denken. Du musst jetzt die Trauerkarten beantworten und Kondolenzbesuche empfangen und du musst…” “Mutter ich habe Kopfweh heute. Bitte geh jetzt, denn ich möchte mich hinlegen.” Sie begann zu weinen, denn sie hat ja ihren Sohn verloren. Für mich hatte sie bis jetzt kein einziges Wort des Mitgefühls. Irgendwie tat mir das sehr weh, denn ich war immer für sie da, als der Schwiegervater starb. Seit mein Mann gestorben ist, fühle ich den Vorwurf von ihr beinahe körperlich:”Du hast mir meinen Sohn weggenommen, jetzt habe ich gar nichts mehr.” Ein paar Mal liess sie es deutlich durchblicken! “Nun Lina, du kennst jetzt den Tarif. Entweder du parierst oder….” dachte ich so für mich. Ach ich mag einfach nicht nachdenken, ich will hier raus!

Zuerst floh ich in die Toscana, um ganz alleine zu sein. Aber es ging mir nicht gut, ich war nervös und tigerte in der Gegend rum und konnte mich zu nichts aufraffen. Nachts konnte ich nicht schlafen, weil ich so einen Druck in mir verspürte. Ich habe auch beobachtet, dass meine Finger zu zittern angefangen haben. Ich wusste, ich musste das in den Griff kriegen und zwar innerhalb der nächsten Wochen, denn ich musste zurück ins Geschäft.
Ich buchte einen Städteflug. Bisschen was für die Seele tun und einkaufen. Ich war wie blockiert. Kleider interessierten mich nicht, Kosmetika und Parfum für was sollte ich sowas noch kaufen? Mich nervt nur noch alles, ich kehre zurück in mein Hotel und warte dort meinen Rückflug ab. Ich wollte niemanden mehr sehen.
Wieder zu Hause, fing ich an mich blindlings in die Arbeit zu stürzen. Ich arbeitete Tag und Nacht, so musste ich nicht nachdenken und war für niemanden ausserhalb des Geschäftes erreichbar.
Wie ich mich fühlte? Einfach so durch und durch zu Brei geworden. Die einzige Energie die in mir sprühte, war die heimliche Wut an meine Trauer gekettet zu sein. Immer wenn ich aus meiner Arbeit herauskam, prallte ich auf sie. Also kehrte ich gleich wieder um.

Liebt euer Leben
Lina


Kreativ im Web